Orakel von Pachacamac

Pachacamac ist eine antike Stadt in Peru. Sie liegt etwa 40 Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernt am Fluss Rio Lurin. Der deutsche Archäologe Max Uhle hat sie im Jahr 1896 ausgegraben. Erbaut wurde Pachacamac etwa 200 bis 600 nach Christus.

Zu dieser Zeit hatte die Stadt eine Pyramide und einen Friedhof. Ein weiterer Aufschwung folgte dann in der Zeit der Wari-Kultur zwischen 600 bis 800 nach Christus. Dem Volk der Ichma diente die Stadt als religiöses Zentrum. Hier wurde Pachacamac, der Schöpfergott, angebetet. Nach dem Beitritt der Ichma zum Inkareich wurde Pachacamac ein bedeutendes Verwaltungszentrum, blieb aber gleichzeitig Tempelstadt. Die Priester von Pachacamac, aber auch die Inkas befragten regelmäßig das Orakel von Pachacamac. Das Orakel wurde vor der Inkazeit aus Lehmziegeln erbaut.

Es wurde regelmäßig über die Zukunft, Gegenwart und die Vergangenheit befragt. Dabei nahmen die Pilger oftmals eine Anreise von mehreren hundert Kilometern in Kauf. Der Wallfahrtsort Pachacamac kann besichtigt werden. Neben den Überresten der antiken Stadt wurde hier ein Museum errichtet.

Weisse Kordilliere in Peru

Eine besondere Naturschönheit sind die peruanischen Anden, auch unter Sierra bekannt. Die Anden umfassen enorme Gebirgszüge die von Tälern durchzogen sind. Es spielt sich hier eine Vielfalt ab die sich kaum jemand, der es noch nicht gesehen hat, vorstellen kann. Reissende Flüsse und trockene Canyons wechseln sich ab.

Wie ein roter Faden durchziehen die Kordillen die Sierra. Von West nach Ost ziehen sich die schwarzen Kordillieren, die von den weißen Kordillieren abgelöst werden. Die Cordillera Blanca vereinigt 663 Gletscher, wie den Huascarán , den Huandoy und den Alpamayo im Nationalpark Huascarán. Saison ist hier von Mai bis September und das Wetter ist halbtrocken, die Durchschnittstemperatur bewegt sich bei etwa 14 Grad.

Regen fällt in den Monaten Dezember bis März. Diese Kordilliere ist die beliebteste unter den Bergsteigern. Eine gute Zugänglichkeit und die Nähe zu Ortschaften mit guten Rettungs-, Träger- und Führungsservice gestalten das Ganze recht attraktiv. Eine Tour dauert mindestens 2 Tage.

Nationalpark Manu in Peru

Mit einer Fläche von über 1 532 806 Hektar ist einer der Manu Nationalpark in Peru eine der großen Schutzzonen unserer Erde. Er ist bis heute nahezu unberührt, was sicher auch daran liegt, der das Manu Nationalpark 1978 von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärt wurde.

Die Artenvielfalt ist vor allem durch die klimatischen Zonen begründet,  in denen der Manu-Nationalpark liegt und das typische Regenwaldklima stellt für über 200 Säugetierarten (darunter 13 Primaten) und über 800 Vogelarten die Grundlage zum Leben dar.

Auch die Pflanzenwelt ist im Manu Nationalpark in Peru einzigartig. Dank seiner großen Höhenunterschiede gilt der Manu Park in Peru als Region, die die größte biologische Vielfalt der Pflanzenwelt vorweisen kann. Denn hier sind bis zu 5000 verschiedene Pflanzenarten angesiedelt.

Aber im Manu Nationalpark leben nicht nur Tiere und Pflanzen, auch verschiedene Indiostämme leben hier, wovon einige Stämme den Kontakt mit der modernen Welt konsequent vermeiden und ablehnen.

Bahuaja-Sonene in Peru

Der Park Bahuaja-Sonene in Peru wurde am 17. Juli 1996 zum Nationalpark erklärt und er umfasst das Naturschutzgebiet von Tambopata - Candamo und das Territorium des alten  Heiligtums Pampas del Heath.

Bei der Gründung dieses Parks nahmen genossenschaftliche und soziale Organisationen, sowie Behörden, Spezialisten und lokale Dorfgemeinschaften von Madre de Dios und Puno teil.

In diesem Gebiet von Peru gibt keine richtigen Dörfer und daher ist es kaum bewohnt. So finden hier seltene Tierarten, die  vor dem Aussterben bedroht sind, wie der Tapir, der Geoffroy-Klammeraffe und der Rotgesichtklammeraffe.

In Bahuaja - Sonene stehen auch Säugetiere wie der Sumpfhirsch und der “Lobo de crin”, eine seltene  Wolfsart, unter Artenschutz und man hofft, dass ich diese Tierart dort erholt und die Bestände sich wieder erholen werden. Weitere, vom Aussterben bedrohte Tierarten, die dort ein geschützten Lebensort finden sind der Riesenotter, die Biberratte, der Buschhund, schwarze Kaimane und die seltene Adlerart  des Würgadlers.   (more…)

Höhenkrankheit - typisch für Peru

Die Höhenkrankheit kann, wie der Name schon sagt, bei Menschen auftreten, die sich in enorme Höhen begeben, wie es zum Beispiel beim Bergsteigen der Fall ist.

Symptome der Höhenkrankheit sind zunächst Schwindel, Kopfschmerzen, Wasserödeme und Leistungsabfall, die sich im weiteren Verlauf der Krankheit deutlich verstärken und in völliger Leistungsunfähigkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen münden. Wird die Höhe nicht verlassen und medizinische Maßnahmen eingeleitet, können Lungen- und Gehirnödeme auftreten und die Höhenkrankheit schließlich zum Tod führen. Gerade für Besucher von Peru kann die eventuell auftreten, wenn man mit den Höhen nicht sonderlich vertraut ist.

Auslöser für die Höhenkrankheit ist das geringere Sauerstoffangebot in der Höhe. Es sind insbesondere Menschen gefährdet, die sich auf eine Höhe von 3000 Metern begeben, doch kann die Höhenkrankheit auch schon ab einer Höhe von 2000 Metern auftreten. (more…)

Ballestas Inseln vor Peru

Die Ballestas Inseln vor der Küste Perus sind einzigartige Naturoase südlich von Lima. Aufgrund ihrer artenreichen Tierwelt auf kleinstem Raum wird das Archipel auch Klein-Galapagos genannt.

Die Ballestas Inseln vor der Halbinsel Paracas liegen weit im offenen Meer vor Peru. Da das Archipel besonderen Schutz genießt, können sie nur mit geführten Bootstouren besichtigt und dürfen nicht betreten werden. Mit etwas Glück kann man bereits auf der Fahrt Delfinen und Walen begegnen.

Bei den Ballestas Inseln angekommen und von einer kleinen Felseninsel zur nächsten schippernd, kann man hunderte Vogelarten, die in den zahlreichen Klippen und Höhlen leben, beobachten. Hier brüten Pelikane, Kormorane und viele weitere Meeresvögel.

Sogar Pinguine leben auf den Ballestas Inseln, die im kalten Humboldt-Strom und nur etwa 1.500 Kilometer vom Äquator entfernt gelegen sind. Seelöwen liegen faul am Strand und profitieren von dem Fischreichtum des Pazifiks.

Ancash und die Sierra – Berg und Tal in Peru

Eine bizarre Schönheit sind die peruanischen Anden, genannt die Sierra. Sie umfasst gewaltige Gebirgszüge, durchzogen von schroffen Längstälern. Überflöge man diese Landschaft, dann bekäme man einen Eindruck von deren unglaublichen Vielfalt: staubtrockene Canyons wechseln sich ab mit reißenden Flüssen, fünf-und sechs tausend Meter hohe Giganten werden von Gebirgsdurchbrüchen regelrecht zerteilt.

Die Kordilleren laufen wie eine Ader durch die Sierra. Von West nach Ost ziehen sich die „Schwarzen Kordilleren“, gefolgt von den „Weißen Kordilleren“, wo der höchste Berg Perus, der Huascarán 6.768 m in den Himmel ragt. Die nördlichen Anden reichen noch nicht bis zur Schneegrenze, sind dafür aber umso vegetationsreicher. In den Zentralanden jedoch gibt es weithin kristallblaue Gletscher zu sehen.

Die peruanische Region Ancash liegt wie eingebettet in den Anden. Hier leben auf einer  Fläche von 35.914,41 km²  1.039.415 Menschen. Ancash liegt nördlich Pazifik und wird im Osten vom Fluss Marañón begrenzt.

Die Hauptstadt Huaraz ist die größte Stadt im Santa-Tal und wichtiger Ausgangspunkt für Expeditionen in die „Weißen Kordilleren“. Zweimal wurde die Hauptstadt von  Naturgewalten heimgesucht und zerstört. 1941 überschwemmte eine riesige Flutwelle die Stadt und 1970 erschütterte ein starkes Erdbeben die ganze Region. Aber jedes Mal ist die Stadt danach wiederauferstanden und lebt heute vor allem vom wachsenden Tourismus. (more…)

Vuelta al Ausangate

Trekkingurlaube gewinnen immer mehr an Bedeutung. Unbekanntere Touren werden von langjährigen Trekkingurlaubern deshalb immer stärker bevorzugt. Zu ihnen gehört auch die Strecke um und auf den Vuelta al Ausangate in den peruanischen Anden.

Der Berg Ausangate(auch Apu  Auzangate) ist der höchste Berg in der Region um Cusco und heiliger Berg (Apu) der Indios, die in etwa 4700m bei einer Kirche zu Fronleichnam das „Schneesternfest“ feiern. Hier werden den Berggöttern genauso wie einem heilbringenden Kreuz Opfergaben dargebracht. Eine bunte Prozession setzt sich in dieser Zeit gen der Kirch in Bewegung.

Der Vuelta al Ausangate ist einer der Berge, die der Österreicher Heinrich Harrer in den Fünfzigerjahren, nach seinem Tibet-Aufenthalt bezwang. 1953 war er derjenige der als Erster den Gipfel des Berges bestieg. Der höchste Berg der Cordillera Vilcanota ist 6372m hoch. An der Ostseite schließt sich der peruanische Teil des Amazonas an der Rest ist von bergen eingeschlossen. (more…)

Trekking in Peru – Auf den Spuren der Inka

Abwechslungsreicher kann ein Trekking-Urlaub kaum sein. Von Regenwald bis Hochgebirge kann man alles in Peru erleben: Beeindruckende Landschaften und kulturelle Highlights gleich nebeneinander. Von Lima aus kann man quer durch das ganze Land reisen. Flüge nach Südamerika sind zwar vergleichsweise teuer, aber die Investition lohnt sich. Peru ist eins DER Ziele für Trekking-Urlauber, gerade weil man durch unterschiedliche Landschaften, mit der Kultur und Natur des Landes in Berührung kommt.

Rund 300km von Lima entfernt, befinden sich die mehr als 2000 Jahre alten Nasca-Linien, die Archäologen wie Anthropologen noch heute Rätsel aufgeben. Über eine riesige Fläche verteilt, zeigen die Linien: Darstellungen von Tieren oder Menschen und geometrische Muster, die man allerdings nur vom Flugzeug aus erkennen kann.
Cusco, selbst einst „Nabel der (Inka-) Welt“, ist ebenfalls begehrt. Von dort aus kann man in das „heilige Tal“ der Inkas reisen und den Markt von Pisac besuchen, wo traditionelle Kunsthandwerk angeboten wird. Die Terrassen des fruchtbaren Tales, die die Inkas für landwirtschaftliche Zwecke bauten, erstrecken sich über mehrere hundert Höhenmeter und sind ebenfalls sehr beeindruckend.

Beliebtes Ziel der Trekking-Touristen, ist der Machu Picchu, der ca. 75km von Cusco entfernt liegt. Machu Picchu ist eine imposante Ruinenstadt und liegt inmitten der Anden auf etwa 2.360m Höhe. Mittlerweile Weltkulturerbe der UNESCO, wird um den Erhalt dieser Sehenswürdigkeit gekämpft, deshalb ist die Besucherzahl begrenzt. Um Schäden durch Massentourismus zu vermeiden, darf nur noch eine begrenzte Anzahl von Besuchern über das Areal.

Wer tatsächlich auf den Spuren der Inkas wandeln will, wählt den „Inka-Pfad“, der von dem Urubamba-Tal aus bis zum Sonnentor führt. Für diese Wanderung benötigt man zwei oder vier Tage Zeit und eine gute Kondition, da man auf dem Weg drei Bergpässe zu überwinden hat. (more…)

Titicaca-See in Peru: größter See Südamerikas

Peru: Land der Gegensätze. Wüste an der Küste, in den Anden erheben sich Berge über 6500 Meter in den Himmel, auf ihren Gipfeln ruht das ewige Eis und im Amazonasgebiet herrscht der tropische Regenwald.

Zur Grenze Boliviens erstreckt sich der gigantische Titicaca-See mit seiner einzigartigen Flora und Fauna. Es ist wahrlich See der Superlative: Mit einer Länge von 194 Kilometern, einer Breite von 65 Kilometern ist er nicht nur der größte See Südamerikas, sondern könnte den Bodensee fast 13 Mal fassen. Doch mit der Größe ist es nicht getan. Der Titicacasee liegt auf einer Höhe von 3.810 Metern (zum Vergleich: die Zugspitze erreicht gerade einmal 2.962 Meter Höhe) und ist der am höchsten gelegene schiffbare See der Welt!

In seinem Osten säumen die gigantischen schneebedeckten Königskordilleren sein Ufer und überall findet man Spuren längst vergangener Zeiten. Trotz schwieriger Lebensbedingungen siedelte sich einstige Hochkultur der Inka an, die es verstand, ein ausgeklügeltes System aus Be- und Entwässerung zu entwickeln, das den Boden fruchtbar machte.

Besucher des Titicaca-Sees können sich auf ein einzigartiges Erlebnis freuen. Bei Bootsfahrten über den See kann man den Uro Indianern begegnen, die auf schwimmenden Schilfinseln auf dem Wasser leben.

Ein Besuch beim Titicaca-See ist auf jeden Fall ein atemberaubendes Abenteuer, das in die alte Kultur Perus eintauchen lässt und alle in seinen Bann ziehen wird!