Peru: zwischen Anden und Pazifik, assoziiert mit Nazca-Linien und riesigen Goldvorkommen Atahualpas, dem spanische Konquistador Hernán Cortés, Unabhängigkeit, Kriege, Militärregierung, Demokratisierung und einer multikulturellen Bevölkerung spiegelt das Land in Südamerika seine Vielfalt auch in der Musik wider.

Die Musik in Peru hat nach wie vor viele traditionelle Komponenten wie die Folklore mit ihren temperamentvollen Tänzen, den melancholischen Panflöten und anderen volkstümlichen Musikinstrumenten.

Musik in Peru: Traditionelle Folklore

Die peruanische Kultur ist eng verbunden mit den Andenländern Bolivien und Ecuador, außerdem haben die Quechua-Indianer, die die Nachfahren der Inkas sind, die Musik stark geprägt.

Im Inkareich gab es drei verschiedene Musikformen: die huanca, genutzt für kultische Zwecke, der yaravi, das kleine, leise Lied, das es auch heute noch gibt und den huaino, eine typische Tanzmusik, die hetzutage im Hochland noch sehr beliebt ist.

Klassische Instrumente der Musik in Peru ist die bereits erwähnte Panflöte (Zampona oder Siku), die es in vielen Ausführungen gibt, die Andenflöte (Quena), eine Kerbflöte aus Bambus oder Holz, die eine spezielle Anblastechnik hat, das Charango, ein kleines, mandolinenähnliches Saiteninstrument, das Bombo, eine Trommel, die mit Ziegen- oder Schaffell bespannt ist und das Ch’ullus, ein Rhythmus-Instrument aus mehreren zusammengebundenen Ziegenkrallen.

Nationaltanz von Peru ist der Marinera, ein Tanz, der die Umwerbung des Hern gegenüber der Dame darstellt und ursprünglich an der Nordostküste (Trujillo und Chiclayo) entwickelt worden ist.

El Cóndor Pasa: der Aufstand Tupac Amaru II.

Das bekannste und populärste Lied des Landes ist “El Condor Pasa” , eine 1913 von Daniel Robles komponierte Ballade über den Aufstand des Inkaherrschers Tupac Amaru II. gegen die Spanier. Aufgrund zahlreicher Coverversionen, u.a. Simon& Garfunkel, ist das Lied auch international sehr bekannt. Die Struktur des Liedes ist die der altbekannten yaravi aus dem Inkareich.